2012/06/30

Liebe ist.

Unmöglich. Und deshalb so reizvoll.
Ein Versuch, den Schalter, der sich bei jedem Menschen mit einem "Wir sind jetzt ein Paar" umlegt, festzutackern.

Menschen haben zwei Probleme: Sich selbst und den nächsten ...

Bei einer Freundschaft sucht man den anderen, umgibt sich mit seiner Aura. Man freundet sich ja eben deshalb an, weil der andere Eigenschaften besitzt, die man schätzt und mag. Humor, Ansichten, Hobbies. Und wenn man auf die Bock hat, dann meldet man sich und verbringt Zeit miteinander, ganz unkompliziert. Und dann geht jeder mit gutem Gefühl nach Hause und man weiß, dass man es mal wieder tun wird.

Bei einer Beziehung rückt aber ein anderes Merkmal von unschätzbarer Wichtigkeit in den Vordergrund - den anderen nicht als selbstverständlich anzusehen. Und das ist verdammt schwierig, unschaffbar gar, gerade mit vergehender Zeit. Einem Menschen zu zeigen, dass er etwas Besonderes ist, und das sowohl so zu meinen als auch vom anderen so verstanden zu wissen, kostet viel Energie. Am Anfang ist das immer recht leicht. Aber gerade, wenn noch Dinge wie Alltagstrott dazukommen, man von Job oder Studium nach Hause kommt und einem die Welt gerade eh schon zu viel ist - da akzeptiert man die Gewohnheit des Beisammenseins, des oder der Einen, den man so schätzt, und das ist leider ein Gefühl, dass jeder Mensch sehr schnell entwickelt. Und als logische Konsequenz sucht man die Bestätigung, das Gefühl jemandem etwas zu bedeuten, woanders.

Das passiert tagtäglich. Und es ist furchtbar.

Zu schätzen, was man hat und nicht nur dem hinterherzurennen, was man will, ist eine der am schwierigsten zu erlernenden Fähigkeiten, viele schaffen es in einer ganzen Lebenszeit nicht.
Und dann noch dieser menschliche Makel, so viele gute und schöne Dinge zu vergessen, sobald eine schlechte Sache passiert. Und der automatische Merkprozess, tief im Hirn, um es zum geeigneten Zeitpunkt dem anderen auf's Brot zu schmieren, wenn der an einem rumnörgelt. "Aber du hast doch damals auch ...". Das ist keine Liebe. Das ist keine Freundschaft. Das ist Scheiße.

Und ich finde, das beschreibt das Problem generell sehr gut. Auf die Frage mit "Was hat er/sie dir Gutes getan?" Mit "Woah, ich weiß nicht, so viel, er/sie hat mal XY gemacht." zu antworten, aber bei "Und was hat er/sie falsch gemacht?" in breitem Detail "Pass auf, also erst dies, dann in Kombination mit dem und nicht zu vergessen das!..." erzählen zu können.

"Du bist nicht selbstverständlich für mich."

Einer der wertvollsten Sätze, den man sagen und bekommen kann.

Und ich sag ihn dir.

2012/06/26

Post ohne Titel

Ich will jeden Tag als neue Chance sehen, begeistert leben, mit Freude - und anderen Menschen das mitgeben.
Nur ...

das ist nicht so leicht.


2012/06/21

Glaube immer an das Gute.

Ich lief herum, es wurde dunkler ...
In meiner Hand brannte ein Licht.
Ich war verwirrt, doch auch erleichtert ...
ab heute brauch' ich nur noch ... dich.

 

2012/06/16

Sie macht ...

... einen riesigen Augenroller, wenn sie diesen Eintrag sieht. Aber ...

... was sie fühlt.

... sich gut auf dem Beifahrersitz. Und dem Fahrersitz.

... einen alten, abgeranzten Parkplatz zum entferntesten Ort auf dem Planeten.

... einen Eindruck, der sich bestätigt. Wenn du dich drauf einlässt.

... klar, dass sie niemand besitzt. Außer, sie will es.

... mich verrückt, emotional, wahnsinnig, eifersüchtig.

... einen Monat zu einem Augenschlag.




... mich komplett.

2012/06/13

Ich lass es.

Ich probiere. Studiere.

Ich lass es.

Ich bilde mich nochmal aus. Ach, da wird doch eh nix draus.

Ich lass es.

Ich werd' einfach wieder als Drucker arbeiten gehen. Wobei, dann kann ich mich gleich in den Sarg legen.

Ich lass es.

Ich mach Schule weiter um Zeit zu schinden. Wobei, mit 25 kann ich mich gleich ans Arbeitsamt binden.

Ich lass es.

Ich igel mich zu Hause ein. Hoffe, alles wird von selbst gut sein.

Ich lass e ...

Verdammt, genau das mach ich ja.

Zukunft?

Ich lass es.

2012/05/30

ich wollte dir nur mal eben sagen

.. dass du das, größte für mich bist.

Du bist einfach so in mein Leben getreten und hast mich so unsagbar glücklich gemacht, wie lange schon niemand mehr. Alles was ich sagen würde wäre nicht genug.

Ich danke dir für die unendlichen Stunden in denen wir über verflossene Liebe geredet haben, Hauptsache ist - am Ende haben wir begriffen das unser Glück genau vor unserer Nase war. Die ganze Zeit.

ichliebedich.
Burcu. ♥

Blicke

In letzter Zeit blicke ich oft zurück.

Das ist immer gefährlich - zu viele Menschen leben in der Vergangenheit. Wer hinausgeht, um danach zu streben, dass alles so wird wie es einmal war, der wird nie vorankommen. Wer das, was er erlebt hat, als das Ultimative, den Höhepunkt für sich definiert, der wird nie erfahren, was er wirklich alles sein kann.

Leben ist einfach: "Triff Entscheidungen und blicke nicht zurück." Okay, diesen Spruch habe ich ungeniert aus Tokyo Drift geklaut, was es nicht weniger amüsant macht, aber er unterstreicht die Wahrheit so massiv. Ich definiere es ein wenig anders: Triff Entscheidungen, und merke dir genau, wie du dich fühlst, wie du die Welt in diesem Moment siehst. Dann verstehst du, warum du dich so entschieden hast - auch noch in 50 Jahren. Und musst dich niemals deshalb ärgern.

Wie viele Ziele ich aus den Augen verloren habe über die Zeit. Wie viele Freunde - oder, ähem, "Freunde". Die sind nicht aus meinem Leben getreten, weil es Streit gab oder so. Das Leben kam dazwischen. Neue Städte, neue Umgebungen. "Aus den Augen, aus dem Sinn" - Mutti sollte Recht behalten.

Damals saßen wir alle in der Schule und waren unzertrennlich, wollten uns betäuben, die Welt nach unseren Vorstellungen anmalen und niemals den Spaß daran verlieren.
Doch dann setzt die Phase ein, die einem klar macht: So wird es nicht. Die Welt ist geprägt. Sie ist kalt, unbeweglich. Und wir werden aller Wahrscheinlichkeit einen Scheiß in ihr verändern.


Auch wenn wir nicht die Macht haben, in dieser Welt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, so glaube ich fest daran, dass wir für uns selbst Wunder wahr werden lassen können. Und darum geht es doch: am Ende des Tages im Bett zu liegen und sich sagen zu können "Du bist ein guter Mensch." Den Blick in den Spiegel nicht zu fürchten.

Ich habe gelernt. Was ich weiß:
Du wirst deine 20 Freunde nicht halten können - zumal 18 von ihnen auch kein Interesse daran haben, dass das passiert.
Du wirst nicht ewig jung bleiben - aber du darfst nicht aufhören, dich innerlich so zu fühlen.
Du darfst saufen, rauchen und kiffen solang du es brauchst - bis dein Umfeld drunter leidet oder du anfängst, dir Gedanken darüber zu machen. Ab da zerstört es dich.
Und, wohl am Wichtigsten:
Du darfst nicht erwarten, diese Welt verändern zu können - aber du darfst nicht aufhören, es zu versuchen.

Wie sagte ich? Wir können die Welt nicht anmalen, wie es uns gefällt.
Aber andere können das.
Ich habe ein Wunder gefunden.


In letzter Zeit blicke ich oft nach vorne.